Lerne Alistair Vance kennen

Ein Auswanderer-Guide teilt Pfad-Wissen aus dem Herzen Sardiniens
Alistair Vance beim Wandern
Foto von Petra Nesti / Pexels

Ich bin Alistair Vance, ein ehemaliger Vermessungsingenieur aus Edinburgh, Schottland. 2018 beschloss ich, die regnerischen schottischen Hügel zu verlassen und Cagliari, die sonnenverwöhnte Hauptstadt Sardiniens, zu meiner Heimat zu machen. Ich wollte an einem Ort leben, an dem die Berge auf das Meer treffen. In den letzten acht Jahren bin ich Tausende von Kilometern über die Insel gewandert, habe Pfade kartiert und die regionale Logistik dokumentiert.

Mein ständiger Begleiter ist Winston, ein sechsjähriger Border Collie, der auf den Wanderwegen bestens bekannt ist. Er hat mich auf den langen Etappen des Sentiero Italia begleitet und kennt die Pfade auswendig. Gemeinsam erkunden wir die steilen Kalksteinschluchten des Supramonte und die sandigen Pfade der Masua-Küste. Besonders liebt Winston den Weg von Cala Fuili nach Cala Luna.

Expat-Einblicke: Sizilien vs. Sardinien

Viele Wanderer fragen mich: "Was ist besser, Sizilien oder Sardinien?" oder "Wo ist es ruhiger, auf Sardinien oder Sizilien?" Als Auswanderer, der beide Regionen ausgiebig bereist hat, kann ich eine klare Perspektive geben. Sizilien bietet unglaubliche Geschichte, griechische Tempel und eine ausgeprägte Streetfood-Kultur. Sardinien bietet jedoch ein viel wilderes Naturerlebnis. Wenn du abgelegene Pfade, ruhige Küstenwege und unberührte Natur liebst, ist Sardinien die beste Wahl.

Auch die sardische Küche ist einzigartig. Während Sizilien für Arancini und Cannoli berühmt ist, ist Sardinien das Land des am Spieß gebratenen Spanferkels (Porceddu), des hauchdünnen knusprigen Carasau-Brots und des gereiften Pecorino-Käses. Das Essen ist einfach, rustikal und tief mit den Traditionen der Hirten verwurzelt. Trinkgeld ist in den lokalen Trattorien nicht obligatorisch, aber das Aufrunden der Rechnung um ein paar Euro ist eine höfliche Geste, die die Hirtenfamilien schätzen.